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Für einen lebenswerten ländlichen Raum

Außerhalb der großen Städte gestaltet sich das Leben in Nordrhein-Westfalen zunehmend schwierig. Viele Kleinstädte und Dorfgemeinden verkommen zu öden Orten. Es fehlt eine gute Verbindung an das öffentliche Verkehrsnetz, Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Kitas, Kultur- und Sportstätten.

 

Mit der Vernachlässigung der Infrastruktur fehlen auch lokale Arbeitsplätze. Kleinstädte und Dörfer werden so zu reinen Schlafstätten, die man verlässt, um zur Arbeit, zur Schule, zur Ärzt*in, zum Einkaufen, Kino, Theater oder zum Sport zu fahren. Selbst ein flächendeckendes Mobilfunknetz oder ein schneller Internetanschluss sind vielerorts nicht vorhanden.

Die Entwicklung für den ländlichen Raum, die wir wollen, ist:

  • gleichberechtigt
  • an den Bedürfnissen der Menschen orientiert
  • nachhaltig

Worauf wir dabei setzen?

  • eine wohnortnahe öffentliche Infrastruktur
  • Kultur- und Sportangebote, Einkaufsmöglichkeiten, Freizeit- und gastronomische Angebote
  • Schutz der Natur

Was wir dafür brauchen ist ein Konzept für den ländlichen Raum, das:

  • individuell ist und dennoch
  • gleichwertige Lebensverhältnisse in Städten und auf dem Land schafft.

Was das bringt?

  • ein lebenswerter ländlicher Raum
  • ausreichende Versorgung der Menschen
  • eine gesunde Natur

Was muss dafür getan werden?

  • Der Internet-Breitbandausbau muss schneller vorangetrieben werden.
  • Die Gesundheitsversorgung muss durch die öffentliche Hand sichergestellt sein.
  • Freizeit-, Kultur-, Sport- und gastronomische Angebote müssen erhalten, ausgebaut und gefördert werden.
  • Der Einzelhandel muss wieder angesiedelt werden.
  • Die Forstwirtschaft muss mehr Personal erhalten.
  • Die Ansiedelung ökologisch nachhaltigen Handwerks sowie die ökologisch nachhaltige Landwirtschaft müssen unterstützt werden.

Wir setzen uns dafür ein, dass die öffentliche Hand in die Infrastruktur der Kommunen massiv und nachhaltig investiert.

Der ländliche Raum als lebenswerter Raum 

Wir wollen einen flächendeckend gut ausgebauten öffentlichen Verkehr, der den ländlichen Raum nicht mehr abschneidet, sondern aktiv einbezieht. Dazu gehört auch der Ausbau sicherer Radwege und Abstellplätze. Wir wollen den ÖPNV schrittweise flächendeckend kostenlos machen. Ab sofort sollen alle Personen bis 18 Jahre, Schüler*innen und Schüler, Azubis und Hartz-IV-Empfänger fahrscheinfrei fahren dürfen.

Wir wollen, dass Menschen in jeder Gemeinde gut und bezahlbar wohnen können. Dazu gehören lebendige Ortsteile, in denen Menschen sich begegnen können: im Jugendzentrum, im Senior*innentreff oder der Familienbegegnungsstätte.

Heute flüchten mehr und mehr Menschen in die Städte, die immer teurer und lauter werden, in denen die Straßen überfüllt sind und Abgase und Feinstaub die Gesundheit belasten.

Auf dem Land lebt es sich zwar gesünder. Die gesundheitliche Versorgung lässt in der Fläche jedoch zu wünschen übrig. Im Notfall dauert es dreimal so lange wie in der Stadt, bis der Rettungsdienst an Ort und Stelle ist. Die Versorgung mit Hausärzt*innen wird immer dünner und die Wege zu Fachärzt*innen und ins Krankenhaus immer weiter.

Auch die Natur, wegen der es viele aufs Land zieht, braucht dringend mehr Schutz. Zur Pflege und Aufforstung der strapazierten Wälder etwa benötigen wir doppelt so viel Personal in den Forstämtern. Ebenso setzen wir uns in den landwirtschaftlichen Regionen für kreiseigene Mitarbeiter*innen zur Kontrolle der anfallenden Gülle ein, damit eine Grundwasserverseuchung mit Nitrat verhindert wird.

DIE LINKE setzt sich für gleichwertige Lebensverhältnisse in Städten und auf dem Land ein. Dazu gehört eine gute wohnortnahe öffentliche Infrastruktur in den Bereichen Verkehr, Wohnen, Gesundheit und Bildung. Auch wichtig sind Kultur- und Sportangebote, Einkaufmöglichkeiten, Freizeit- und gastronomische Angebote.

Wir wollen:

  • öffentliche Grundschulen, Kitas und Jugendzentren in jedem Ort schaffen
  • von den Landkreisen betriebene Gesundheitszentren mit fest angestellten Ärzt*innen
  • Notärzt*innen, Feuerwehr und Polizei müssen im Notfall schnell vor Ort sein.
  • Schaffung von Begegnungsstätten mit Räumen für Veranstaltungen
  • Anbindung aller Dörfer und Ortsteile an gut getaktete Buslinien
  • Reaktivierung stillgelegter Zug- und S-Bahn-Verbindungen, Ausbau des Schienenverkehrs
  • flächendeckender Internet-Breitbandausbau für alle Orte und Haushalte
  • Förderung von Kultur- und Breitensportangeboten, öffentliche Unterstützung kleiner Kinos und Theater
  • Erhalt und Ausbau vielfältiger gastronomischer Angebote
  • Förderung der Ansiedelung von ökologisch nachhaltigem Handwerk und Gewerbe
  • Erhalt und Ausbau des Einzelhandels für den täglichen Bedarf
  • Unterstützung der regionalen ökologisch nachhaltigen Erzeuger*innen
  • Verdopplung der Mitarbeiter*innen in den Forstämtern zur Aufforstung der Wälder
  • kreiseigene Mitarbeiter*innen zur Kontrolle der anfallenden Gülle, um das Grundwasser zu schützen