Wir sind für Sie da!

Sie erreichen DIE LINKE. Herten wie folgt:

Postalisch:
DIE LINKE. Stadtverband Herten
Hermannstraße 19, 45699 Herten

Telefonisch:
02366 / 50055-13
0177 / 6200580 (Fabian Lindemann)

E-Mail:
post@dielinke-herten.de

...oder nutzen Sie
einfach unser
Kontaktformular

Treffpunkt:
Mitgliederversammlungen finden jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat statt.
Auf diese Veranstaltungen wird hier sowie in der Lokalpresse hingewiesen.
Alle Veranstaltungen sind öffentlich! Interessierte Bürger sind herzlich willkommen!

 
 
 

DIE LINKE. Herten: Gegen rechts

Diese Seite ist ganz dem Thema Antifaschismus gewidmet. Immer wenn es aktuelle rassistische oder faschistische Bedrohungen gibt, die Herten betreffen, gibt es dazu einen Artikel an dieser Stelle.


Außerdem bietet unsere Seite die Möglichkeit, sich anfänglich über bestimmte Auswüchse des rechten Spektrums zu beschäftigen. Hierzu verweisen wir auf das Menü auf der (leider) rechten Seite -->>

2. Juni 2011

Die UBP verfolgt eigene Ziele

"Herten hat keinen Platz für Rassismus" - das gilt auch in Langenbochum. Schade, dass die UBP zur Zeit versucht ein anderes Bild zu zeichnen: ein Bild von Bürgerinnen und Bürgern, die – von einer sogenannten „Islamisierung“ verängstigt – auf die Barrikaden gehen, wenn eine muslimische Gemeinde eine neue Bet- und Begegnungsstätte errichten möchte.

Wir sehen solche Ängste in Langenbochum bei den Anwohnern nicht. Wir sehen einen Stadtteil, der erfreulicherweise ziemlich entspannt reagiert, in dem viele Menschen aber auch Kritik, Gesprächs- und Diskussionsbedarf haben. Wir sehen auch einen Stadtteil, der eine engagierte muslimische Gemeinde hat, welche gerne mehr für ihre Mitglieder machen möchte, als es im aktuellen Gebäude möglich ist.  Diese Bedürfnisse werden offenbar von einem runden Tisch nicht befriedigt! Deshalb fordert der Stadtverband DIE LINKE. Herten die Verwaltung auf, für mehr Transparenz in der Diskussion über einen geplanten Moschee-Neubau zu sorgen. Dazu gehört auch, im Vorfeld – also vor einem Ratsbeschluss – ALLEN Langenbochumerinnen und Langenbochumern die Chance zu geben, an einem öffentlichen Diskurs teilzunehmen. Dazu kann der aktuelle runde Tisch höchstens Strukturen schaffen, indem er grundlegende Positionen darlegt und in Streitfragen zumindest Möglichkeiten von Kompromissen aufzeigt. Leider hört man bisher nichts darüber, wie es nach dem runden Tisch weitergehen soll.

Es gibt kaum etwas Gefährlicheres, als das Feld der öffentlichen Diskussionen rechten und rechtspopulistischen Parteien und Initiativen zu überlassen. Um in Langenbochum einen Kompromiss zu finden, mit dem Alle leben können brauchen wir eine breite Diskussion ohne Denkverbote. Wenn aber die UBP „Informationsveranstaltungen“ abhält, die im Vorfeld davon ausgehen, dass ein Moschee-Neubau abgelehnt wird, verfolgt sie offenbar eigene Ziele. Denn außer einer kompletten Ablehnung ohne Diskussionsmöglichkeit haben wir von der UBP noch keinerlei Vorschläge gehört. Wir sehen wieder einmal, dass die „unabhängige“ und „bürgerliche“ Partei von Herrn Alinaghi offenbar sehr abhängig ist von antiislamischer Ideologie und „bürgerlich“ offenbar nur Bürger meint, die christlich – oder zumindest nicht muslimisch – sind.

                                                                                                                      Fabian Lindemann


19. November 2010

Herten ... zwischen ProNRW und "Sarrazinismus"

"Herten hat keinen Platz für Rassismus" - so titelt ein Schild zwischen Rathaus und VHS in Herten. Ein frommer Wunsch oder schon Realität?

Schon vor zwei Jahren stellte ich mir diese Frage - und sie bleibt weiterhin unbeantwortet! In Herten scheint die SPD immer noch bürgernah und positioniert sich eindeutlich gegen rechte Gruppierungen. Die SPD in Herten ist in der Wahrnehmung links - nicht zuletzt um eine starke LINKE in Herten klein zu halten.

Bereits 2010 gab es Unstimmigkeiten: die rechtspopulistische Partei ProNRW kam nach Herten. Der Verwaltung folgend befürwortete die SPD eine Alibi-Veranstaltung in der Innenstadt. DIE LINKE stellte sich den Rechten am Paschenberg entgegen; zusammen mit einem breiten Bündnis. Dieses bestand allerdings nur aus den LINKEN, sozialistischen und kommunistischen Vereinigungen, Anwohnern sowie Mitgliedern der Antifa. Anders als in vielen anderen Kommunen brach das Bündnis der linken Kräfte. Bei der direkten und friedlichen Gegendemonstration beteiligten sich keine anderen im Rat vertretenen Parteien (auch nicht die Jusos). Gewerkschaften, kirchliche Organisationen oder Sozialverbände wurden ebenfalls vermisst. Antifaschismus in der Hertener SPD? Fehlanzeige!

Anderes Thema: Herr Sarrazin schreibt ein Buch. Das sei ihm gegönnt. Der Springer-Presse folgend machen die Medien ein großes Ding aus einem mittelmäßigigen Buch. Innovativ stellt Herr Sarrazin fest, dass es Integrationsprobleme gibt, wer hätte das gedacht? Um das Buch zu verkaufen, werden ein paar Passagen über Genetik eingefügt. Die linke Presse reagiert empört, die konservative Presse findet, dass man diese Meinung vertreten dürfen muss. Die Verkaufszahlen steigen natürlich.

Dass es Integrationsprobleme gibt, darf man natürlich sagen. Das daran vor allem die Muslime Schuld sind darf man natürlich sagen, aber man muss sich dann auch fragen lassen, ob man in der SPD richtig ist. Man darf natürlich über scheinbar genetische Zusammenhänge philosophieren, ohne Ahnung zu haben ... sollte sich aber nicht wundern, wenn man dann in eine nationalsozialistische Ecke gestellt wird.

Als SPD darf man natürlich einen Herrn Sarrazin behalten. Wenn hier aber kaum Druck von der Basis kommt (erst recht nicht aus Herten) und die Sozialdemokraten im Bund sich offiziell Sarrazin annähern, dann würde es uns nicht überraschen, wenn wir auch im Jahr 2011 die einzige Partei wären, die sich weiterhin dem Slogan verpflichtet sieht:

"Herten hat keinen Platz für Rassismus!"

                                                                                                                     Fabian Lindemann