Ungekürzte Leserbriefe von Parteimitgliedern:

26. Mai 2010

Schulreform ist überfällig

Wer möchte, dass alles so bleibt, wie es ist, verkennt die Schulrealität, die seit vielen Jahren in unserem Land existiert.
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26. Mai 2010

Erschreckende Wahlerfolge der Rechten

Keinen Platz für Rassismus? Die Ergebnisse der Landtagswahl in NRW zeigen ein anderes Bild. Wie können wir in Herten besser gegen Rassismus und Neofaschismus arbeiten?
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10. Dezember 2009

Pfarrer Pietrek predigt Intoleranz und Widersprüchlichkeit

Der Kommentar des Pfarrers Pietrek bezüglich des Anti-Minarett-Votums in der Schweiz zeugt nicht nur von immenser Intoleranz, sondern ist auch noch von Widersprüchen durchzogen.
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8. Juli 2009

Neue Firmen auf Ewald bringen keine Jobs nach Herten

Neu angesiedelte Firmen auf Ewald verlagern nur vorhandene Arbeitsplätze. Hierdurch bekommt niemand in Herten einen neuen Job.
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4. Juli 2009

Einkommensarmut der Eltern ist Hauptursache von Verwahrlosung

Jedes vierte Kind unter 15 Jahren ist heute in Deutschland von Verwahrlosung betroffen; in unserer Stadt liegt diese Zahl sogar noch höher.
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30. Mai 2009

Schuldenbremse nimmt dem Staat Handlungsspielräume

Politisch muss die "Schuldenbremse" als Katastrophe bezeichnet werden, da sie dem Staat die Möglichkeit nimmt, schnell auf konjunkturelle Krisen und Herausforderungen reagieren zu können.
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19. Mai 2009

Schützen in Schulen?

Die zentrale Frage, um die es hier geht, lautet: Wie kann Schule glaubhaft als "humaner Lebensraum" ethische und friedvolle Werte vermitteln, wenn gleichzeitig genau an diesem Ort der Umgang mit Waffen verharmlost wird?
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26. Februar 2009

Top-Mitarbeiter als Lehrer an Schulen?

Die Forderung von Frau Schavan, Top-Manager aus der Wirtschaft in der Schule einzusetzen, kann man nur als Bankrotterklärung der derzeitigen Bildungspolitik werten.
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22. Februar 2009

Raserei auf der Polsumer Straße stoppen!

Der unakzeptablen Raserei endlich die ROTE KARTE zeigen! Der vergessene Hertener Norden meldet sich wieder einmal zu Wort!
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15. Januar 2009

Süder Markt versinkt im Schnee

Es ist dem Stadtverband DIE LINKE. Herten aufgefallen, dass es die Stadt erst am Sonntag nach dem Markt geschafft hat, den Schnee auf dem Süder Markt teilweise zu räumen.
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20. Dezember 2008

Gibt es doch noch so etwas wie Gerechtigkeit in diesem Land?

Endlich mal eine gute Nachricht für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserem Land! Das Gesetz zur Pendlerpauschale ist verfassungswidrig!
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13. Dezember 2008

Schließung des Bergwerks Lippe

Strukturwandel in Westerholt, Hassel und Bertlich?
Wer rechnet ernsthaft mit alternativen Arbeitsplätzen in kürzester Zeit?
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10. Dezember 2009

Pfarrer Pietrek predigt Intoleranz und Widersprüchlichkeit

Zum Leserbrief des Pfarrers Pietrek, HA vom 10.12.09:

Der Kommentar des Pfarrers Pietrek bezüglich des Anti-Minarett-Votums in

der Schweiz zeugt nicht nur von immenser Intoleranz, sondern ist auch noch

von Widersprüchen durchzogen. So wirft Herr Pietrek dem Islam den

Monotheismus vor, den er auf anderer Seite als korrekt empfindet. Die

weiteren Aussagen seines Leserbriefes, auch gegenüber seiner eigenen

Berufsgruppe, sind derart geschmacklos und diskriminierend, dass ich sie

gar nicht kommentieren mag.

Ob man das Ergebnis des Schweizer Volksentscheids für gut oder schlecht

hält, steht für mich dabei jedoch zunächst an zweiter Stelle. Vielmehr muss

ich mein blankes Entsetzen darüber aussprechen, dass ein gesellschaftlich

wie wirtschaftlich hoch entwickelter Staat wie die Eidgenossenschaft es

überhaupt erst zulässt, über ein grundlegendes Menschenrecht - die

Religionsfreiheit - votieren zu lassen. Dieser Umstand macht mir wesentlich

größere Sorgen als das Ergebnis, zumal gerade die westliche Welt den

muslimisch geprägten Staaten oftmals Menschenrechtsverletzungen

unterstellt. Der fortschreitende Integrationsprozess der Muslime in

Mitteleuropa wird an dieser Stelle definitiv vehement gestört.

Mein Ratschlag lautet daher: Wer anderen Kulturen Verletzungen der

Menschenrechte und große Intoleranz vorwirft, sollte zunächst vor seiner

eigenen Türe kehren, denn dort befinden sich die größten Baustellen unserer

Gesellschaft.

Stefan Springer

DIE.LINKE Herten

26. Februar 2009

Top-Mitarbeiter als Lehrer an Schulen?

Die Forderung von Frau Schavan, Top-Manager aus der Wirtschaft in der Schule einzusetzen, kann man nur als Bankrotterklärung der derzeitigen Bildungspolitik werten. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Josef Kraus, weist zu recht darauf hin, dass die Länder es seit Jahren versäumt hätten, rechtzeitig genügend Lehrer auszubilden. So darf man sich anschließend nicht wundern, wenn gerade in naturwissenschaftlichen Fächern heute die Lehrkräfte fehlen.

Anstatt Konzepte zu entwickeln, die die Qualität des Studiums für angehende Lehrkräfte verbessern, sollen nun immer mehr pädagogisch unqualifizierte Experten aus der Wirtschaft die Unterrichtsverantwortung übernehmen. Die Forderung, die Referendariatszeit von erfahrenen Lehrerinnen und Lehrern zu begleiten und zu unterstützen, wird nicht ausreichend erfüllt. Dagegen wird es immer mehr zur Normalität, Referendare dafür einzusetzen, dass sie den Unterrichtsausfall an Schulen durch eigenständigen Unterricht auffangen.

Anstatt Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufs einzufordern, damit auch sehr gute Abiturienten sich wieder für diesen Beruf entscheiden wollen, bleibt es bei einer völlig an der Realität vorbeigehenden Personalplanung der Kultusminister. Noch immer sind die Klassen viel zu groß und die materielle Ausstattung der Schulen ist in vielen Fällen völlig mangelhaft.

Lehrerinnen und Lehrer, unabhängig davon, in welcher Bildungseinrichtung sie tätig sind, verdienen entsprechend ihrer Verantwortung eine hohe Anerkennung und Wertschätzung in unserer Gesellschaft. Denn gute Lehrkräfte sind erheblich mehr als bloße Wissensvermittler:
Sie unterstützen Schülerinnen und Schüler dabei, sich aktiv Wertvorstellungen anzueignen und ihr Leben danach zu gestalten und tragen so ganz erheblich dazu bei, dass junge Menschen sich zu einer eigenen Persönlichkeit entwickeln. Doch dieses Leitbild für Pädagoginnen und Pädagogen wird sicherlich nicht durch den sporadischen Einsatz von Top-Managern an Schulen zu erfüllen sein.

Martina Ruhardt

22. Februar 2009

Raserei auf der Polsumer Straße stoppen!

Der vergessene Hertener Norden meldet sich wieder einmal zu Wort!

Es geht um die Polsumer Strasse. Der Straßenlärm wird für die Grunstückseigentümer und Mieter immer unerträglicher! Nicht nur, daß man täglich PKW-Raser - der Schnellste fuhr in der 7. Woche 2009 rd. 100 km/h (erlaubt sind 50 km/h) - ertragen muß, auch zu schnell fahrende Busse der Vestischen und rasende
Kleinbusse der Firma Urban muß man hinnehmen. Die Krönung des Lärmes, etc. hat sich aber das Ordnungsamt der Stadt Herten geleistet. Die Stadt hat eine Verkehrsumleitung, wegen Erneuerung der Fahrbahndecke Langenbochumer Str. über die Polsumer Strasse ausgeschildert. Für solche Maßnahmen sind doch wohl die Westerholter/und Feldstrasse viel geeigneter. Macht sich eigentlich bei der Stadt keiner Gedanken darüber, daß unzählige Bauherren an der Polsumer Str. beim Grundstückskauf über den Tisch gezogen wurden? Da wird mit Wohnqualität geworben, aber wie sieht die Realität aus? Kinder, die hier aufwachsen, können an dieser Strasse nie spielen, oder ein jedes Kind spielt mit seinem Leben, bei diesem Verkehrsaufkommen.

Weiter liegt hier auch die Sportanlage Nord. Hier trainieren täglich mehr als 20 Jugendmannschaften und müssen zwangsläufig die Polsumer Str. überqueren. Wer übernimmt dann die Verantwortung wenn es zu einem Unfall mit schlimmen Folgen kommt? Die Raserei wird auch noch von den Behörden gefördert! Fast alle Seitenstrassen sind mit Spielstrassen-Schildern ausgeschildert, d.h. freie Fahrt für die Raser. Dazu kommen noch die Feierabendfahrten der Vestischen. Diese laufen bis 1.00 Uhr in der Nacht, auch über den Teil der Polsumer Strasse, der nicht zur Linie gehört. Der Verkehrsausschuß wurde bereits im Herbst 2007, in einer Ausschuß-Sitzung, auf die Verkehrsverhältnis mündlich durch Anlieger hingewiesen. Monate danach wurden vor Ort, durch Ratsmitglieder einige Möglichkeiten zur Abänderung der Vekehrsverhältnisse in Aussicht gestellt, aber bis heute ist natürlich nichts geschehen. Die Anlieger der Polsumer Strasse werden von den Volksvertretern aus Scherlebeck und Langenbochum nicht ERNST genommen!

Herten-Nord ist nicht Herten-Süd. Hier konnte man vor einigen Tagen lesen, daß die Raser auf der ehemaligen "Rennstrecke Adalbertstrasse" ausgebremst werden, denn es wurden dort Aufpflasterungen auf der Strasse verlegt. Neben den Grunstückseigentümern sind insbesondere der Ponyhof Poweska, die Sportanlage Nord und der Friedhof mit seinen Besuchern zu schützen. Die Polsumer Strasse ist aber auch für die Polizei auch eine Gold-/Geldgrube!

Einen ganz großen Trumpf haben die Anlieger der Polsumer Strasse aber im Ärmel, denn in diesem Jahr 2009 sind jede Menge Wahlen!!

Willi Czerwinski

15. Januar 2009

Süder Markt versinkt im Schnee

Waren Sie am letzten Wochenende auf dem Süder Markt?

Dann wird Ihnen auch aufgefallen sein, dass  der weiße Untergrund zwar schön anzuschauen ist, aber auch viele Probleme für den Marktbetrieb bedeutet.

Die Händler zahlen hohe Gebühren für den Stellplatz und sollten damit ein Anrecht auf einen vom städtischen Winterdienst gereinigten Untergrund haben, damit sie ihre Waren  ansprechend präsentieren können.

Außerdem sollten alle Kunden des Süder Marktes – auch diejenigen, die auf einen Rollator angewiesen oder mit einem Kinderwagen unterwegs sind – nach Herzenslust einkaufen können, ohne Gefahr zu laufen auf der glatten Oberfläche auszurutschen.

Es ist dem Stadtverband DIE LINKE. Herten aufgefallen, dass es die Stadt erst am Sonntag nach dem Markt geschafft hat, den Schnee auf dem Süder Markt teilweise zu räumen. Dies geschah allerdings auch nur vor den „wichtigen“ Geschäften, wie z.B. der Sparkasse Vest.

Hier zeigt sich einmal mehr, welchen Stellenwert die Markttreibenden in Süd bei der Stadt genießen. Trotz fehlender sanitärer Anlagen werden Gebühren erhoben und die Stadt sorgt sich nicht um ein angemessenes Umfeld. Kein Wunder, dass jetzt die Händler anfangen zu murren.

Wolfgang Gustke

20. Dezember 2008

Gibt es doch noch so etwas wie Gerechtigkeit in diesem Land?

In seinem Leserbrief nimmt Thomas Prinz Stellung  zum Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Pendlerpauschale:

Endlich mal eine gute Nachricht für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserem Land! Das Gesetz zur Pendlerpauschale ist verfassungswidrig! Millionen Berufspendler können aufatmen. Das Bundesverfassungsgericht zwingt die Bundesregierung, die unsoziale Kürzung der Pendlerpauschale zu korrigieren. Das BVG hat den Regierenden damit eindeutig die Rote Karte gezeigt!

Der DGB hat von Anfang an die Kürzung der Pendlerpauschale kritisiert und sie als rechtswidrig bezeichnet. Es ist nicht einzusehen, dass Bürgerinnen und Bürger jede Arbeit zu jedem noch so geringen Lohn an jedem Ort annehmen müssen, und ihnen dafür die Pendlerpauschale gekürzt wird.

Denn die Pendlerpauschale sind eindeutig Werbungskosten und keine Subventionen für Arbeitnehmer! Erst recht nicht dient sie zum Stopfen von Haushaltslöchern. Was der Mehrheit der Bürger immer schon klar war, dass es nicht sein kann, dass die ersten 20 km von Wohnung zum Arbeitsplatz nicht berufsbezogen sein sollen, die weiteren aber schon, haben die Verfassungsrichter nun eindeutig klar gestellt. Es keimt Hoffnung, dass es noch so etwas wie Gerechtigkeit gibt in diesem Land.

Die Politik wäre nun gut beraten, die an die Pendler in Aussicht gestellten Rückzahlungen, nicht als zusätzliches Konjunkturpaket verkaufen zu wollen.

Nicht die Bundesregierung, sondern dass Bundesverfassungsgericht sorgt mit seinem Urteil kurz vor Weihnachten für "mehr Netto vom Brutto". Jetzt bleibt es abzuwarten, was die politisch Verantwortlichen daraus machen.

Am Ende haben mit dem Urteil nicht nur die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gesiegt, sondern in erster Linie eines, die Gerechtigkeit!

13. Dezember 2008

Schließung des Bergwerks Lippe

Zur Schließung des Bergwerks Lippe bemerkt Karlheinz Kapteina, Mitglied des Vorstandes:

Strukturwandel in Westerholt, Hassel und Bertlich?
Wer rechnet ernsthaft mit alternativen Arbeitsplätzen in kürzester Zeit?

Natürlich, einige Kumpels der auf der Schachtanlage Lippe Beschäftigten finden auf anderen Schachtanlagen eine Weiterbeschäftigung. Auch müssen viele Bergleute unter starken finanziellen Einbußen ihren Arbeitsplatz freimachen. Aber es bleibt dabei, ein großer Arbeit- und Ausbildungsgeber geht verloren.

Eine falsche Energiepolitik der im Landtag verantwortlichen Parteien hat diesen Schritt erst möglich gemacht. Der Erhalt eines Sockelbergbaus im nördlichen Ruhrgebiet, wie von SPD und der LINKEN gefordert, dient zum Erhalt der Energiesicherheit und Technologieführerschaft. Davon profitieren würde auch die Bergbauzulieferindustrie, ein nicht unerheblicher Wirtschaftszweig.

Fast wäre es gar nicht aufgefallen:
Mit der Schließung des Bergwerk-Lippe entfallen auch hunderte hochqualifizierter Ausbildungsplätze in unserer Region!

Wirklich bedauerlich sind aber die verpassten Gelegenheiten im Vorfeld der Schließung des Bergwerkes. Verpasst, um rechtzeitig nach anderen Möglichkeiten zu suchen, diese Ausbildungskapazitäten weiter nutzen zu können. Ein kommunal gefördertes Ausbildungskonzept, à la ZIM („Zukunftsinitiative Montanregion“) wäre hier sinnvoll gewesen. Was aber ist passiert? Nichts!
Kollektives Versagen der politisch Verantwortlichen. Jetzt reden alle wieder über Gewerbeansiedlung.
Als ob es nicht schon genug Gewerbeflächen geben würde.

Ich empfehle allen beteiligten, sich einmal - quasi in der „Nachbarschaft“ - auf dem Gelände des alten Bergwerkes Hugo in GE-Buer umzuschauen. Gewerbegebiet so weit das Auge reicht!!

Die SPD-Verantwortlichen im Betrieb, aber auch in den Ortsvereinen Westerholt und Bertlich haben zu lange geschlafen. Von bildungspolitischen Initiativen keine Spur. Blutleer und regungslos, sich nicht bewusst, dass es in diesem Fall nicht nur um Energiepolitik geht. Hier geht es auch und gerade um den Zugang zur Ausbildung. Um Ausbildungerechtigkeit für unsere Jugendlichen in Westerholt, Hassel und Bertlich.

Leider ist für unsere jungen Menschen wieder eine große Chance vertan worden.

Karlheinz Kapteina