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Treffpunkt:
Mitgliederversammlungen finden jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat statt.
Auf diese Veranstaltungen wird hier sowie in der Lokalpresse hingewiesen.
Alle Veranstaltungen sind öffentlich! Interessierte Bürger sind herzlich willkommen!
Am 17.09.2011 marschierte die rechtsgerichtete Bürgerbewegung „ProNRW“ durch Herten Langenbochum, um gegen den Bau der neuen Moschee zu demonstrieren. Ihnen entgegen stellten sich weit über 100 Hertener Bürger aus den unterschiedlichsten Lagern in Form des „Bündnis für Demokratie“ (siehe vorangegangene Artikel), darunter auch zahlreiche Mitglieder der LINKEN.
Der Vorsitzende Fabian Lindemann zeigte sich zufrieden, aber auch verwundert: „Es irritiert mich ein wenig, dass die Presse so herausstellt, dass der Protest völlig friedlich verlief. Das wirkt gerade so, als wäre das sehr überraschend. Bereits im letzten Jahr gab es eine ähnliche Veranstaltung ohne irgendwelche Ausschreitungen. Für uns ist ein friedlicher und wirkungsvoller Protest die Regel und keine Ausnahme.“
Der Parteivorsitzende von ProNRW, Markus Beisicht, machte in seinen Reden das krude Demokratieverständnis seiner Bürgerbewegung unverhohlen deutlich, indem er wörtlich sagte, die Voraussetzung Ausländer und Anhänger anderer Religionen als dem Christentum akzeptieren zu können, sei die vollkommene Assimilation. Das offenbart wieder einmal, dass es diesen Menschen nicht um Integration geht, sondern ausschließlich um die unangefochtene Vorherrschaft einer deutsch-christlichen Leitkultur.
Die LINKE hält diese Ansicht für absolut unvereinbar mit dem Grundgesetz, das den Menschen in Deutschland ihre Religionsfreiheit garantiert, womit eine Assimilation schon überhaupt nicht denkbar wäre. Wir wollen Berührungsängste abbauen, statt sie zu schüren; wir wollen versöhnen, statt zu spalten und mit dem „Bündnis für Demokratie“ ist dazu ein sehr vielversprechender Grundstein gelegt worden.
„Im Vergleich zum letzten Jahr ist es uns als LINKE gelungen, den direkten Protest vor Ort bis in die Köpfe vieler Skeptiker zu tragen. Das ist einerseits ein Ergebnis unserer Überzeugungsarbeit, aber auch ein Ergebnis davon, dass man unseren Ideen von Seiten der Kirchen, der Parteien und anderen Organisationen so viel Akzeptanz entgegengebracht hat.“ , lobte die Stadtverbandsvorsitzende Merle Lindemann die fruchtbare Zusammenarbeit des Bündnisses.
Am 30.09.2011 findet die nächste Veranstaltung des „Bündnis für Demokratie“ in Form eines „Tags für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechten“ in Lagenbochum statt, an dem die LINKE plant, sich auch wieder zahl- und wortreich zu beteiligen.